Der schlechteste Krimi, den ich seit langem gelesen habe.

Die reichlich dick aufgetragene Story, die sich um die Belegschaft einer desolaten Mülheimer Schokoladenfabrik rankt, spart nicht mit Platitüden und übertriebener "Action" a la RTL. Möchtegern-coole Ruhrgebiets-Prolls, die Russenmafia und der Bundesnachrichtendienst, sinnlose Ballerei und platte Dialoge und zu allem Überfluss ein Autor, dem das Schreiben offenkundig mehr als schwer fällt und ein fehlendes Lektorat. Die Interpunktion ist grauenhaft,

Abgesehen davon, dass der Autor (abgebildet auf dem Umschlag) ziemlich unvorteilhaft aussieht, ist nichts an diesem Buch auch nur ansatzweise unterhaltsam.

Kurzum: Bei diesem "Ruhrgebiets-Krimi für literarische Feinschmecker" (Klappentext) vergeht einem der Appetit. Herr Herden scheint dennoch genug Bücher verkauft zu haben und hat für den Herbst 2001 die Veröffentlichung eines weiteren Krimis angedroht. Die mir angebotenen "VIP-Karten" für die Präsentation habe ich dankend abgelehnt und Herrn Herden empfohlen, das gesparte Geld in einen richtigen Fotografen zu investieren, anstatt wieder ein Passbild aus dem Automaten für den Umschlag zu verwenden.

Roland Herden: Wer stirbt schon gern für Schokolade? 3-820-1144-6 1. Auflage 2000, 207 Seiten, DM 16,80

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