Terry Pratchett, geboren 1948 und seiner Frau Linda ist mit dem Scheibenwelt-Zyklus der große Wurf gelungen.
Mein erster Pratchett waren die 'Fliegenden Fetzen', doch dazu irgendwann einmal mehr. Ich musste nämlich am eigenen Leibe die Suchtwirkung der Scheibenweltgeschichten erfahren und legte mir ungehend die ersten beiden Scheibenwelt-Romane 'Die Farben der Magie' und 'Das Licht der Fantasie' zu.
- "Die Farben der Magie"
enstand also 1983 als erster Scheibenweltroman und handelt vom ersten und einzigen Touristen der Scheibenwelt, Zweiblum, und vom unfähigsten Zauberer des Planeten - Rincewind. Zweiblum erklärt das Konzept von Versicherungen, Ankh-Morpork brennt ab und Zweiblum macht sich in Begleitung seiner laufenden Truhe aus intelligentem Birnbaumholz, Rincewind und einem etwas unterbelichteten Helden namens Hrun auf, die (Scheiben-)Welt zu entdecken und viele Fotos zu schiessen ...
Im Gegensatz zu allen anderen Scheibenweltromanen
ist 'Die Farben der Magie' nicht in sich geschlossen und hat ein offenes
Ende - es empfiehlt sich daher, tatsächlich mit diesem Erstling zu
beginnen und anschliessend den zweiten Scheibenweltroman
- "Das Licht der Phantasie"
zu lesen. Dieser beginnt damit, dass der Tod von Zweiblum und Rincewind rückgängig gemacht wird, weil der (einzige) Zauberspruch, der sich je in Rincewinds Hirn halten konnte, noch nicht sterben möchte. Hinter diesem Zauberspruch jagen die Zauberer der 'Unsichtbaren Universitöt' Ank-Moporks hinterher, weil er die Weltherrschaft verspricht und so erleben Rincewind, Zweiblum und die intriganten Zauberer allerlei Abenteuer mit sprechenden Bäumen, Cohan dem 90-jährigen Barbaren und dem Tod persönlich, bevor sie allesamt wieder in Ankh Mopork stranden und Rincewind einmal mehr zum unfreiwilligen Helden avanciert.
- "Eric"
ist so kurz, dass es in Deutschland nur in einer von Josh Kirby (dem Gestalter aller Pratchett-Cover) ganz nett illustrierten Fassung erschienen ist. Dass es so kurz ist, hat den Vorteil, dass man es an einem Abend durchlesen kann, aber den Nachteil, dass sich die Story nicht wirklich entwickelt. Der Plot ist ziemlich simpel: Rincewind ist in die Unterwelt gefallen und wird von einem Nachwuchs-Daemonologen irrtümlich als Daemon beschworen. Wie das so ist in solchen Fällen, der Kleine hat drei Wünsche frei und das Abenteuer nimmt seinen Lauf ...
... wird (mit "Alles Sense") fortgesetzt ...
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