Der Fall Hildegard von Bingen

"Nie trug sie ihren Namen, der 'die Kampfkühne' bedeutet, mit größerem Recht als in jenen fürchterlichen Tagen." Wilbert von Gembloux, Hildegard von Bingens  letzter Sekretär, benutzte diese Worte in seinem Bericht, den er noch zu Lebzeiten der rheinischen Seherin verfaßte:

Im Konvent auf dem Rupertsberg sorgt der Fund der Leiche eines jungen Mannes für erhebliche Unruhe. Wilberts Anstrengungen, die Identität des Toten zu klären, führen uns zurück ins Jahr 1147.

Hildegard von Bingen wird von Papst Eugen offiziell als Seherin anerkannt, was ihr erlaubt, sich vom Disibodenberg zu lösen, um ein eigenes Kloster auf dem Rupertsberg zu gründen. Eine Abnabelung, die den heftigen Widerstand einflußreicher Vertreter des Klerus provoziert, allen voran Abt Kuno, der selbst vor heimtückischsten Intrigen nicht zurückschreckt.

Ihren alten Widersachern gelingt es, Hildegard auch in ihrer neuen Heimstatt zunehmend zu diskreditieren und in die Enge zu treiben. Als bereits alles verloren scheint, setzt Hildegard sich zur Wehr. Entschlossen und mit allen Mitteln.
 

Noske, Edgar: Der Fall Hildegard von Bingen. Ein Krimi aus dem Mittelalter Paperback ISBN 3-89705-145-1 320 S., DM 19,80
 

Der Bastard von Berg

Schloß Burg, im Jahr 1225. Das Leben des siebzehnjährigen Martin wird über Nacht auf den Kopf gestellt: Der Pflegesohn eines leprösen Müllers avanciert zum Knappen des Grafen Engelbert von Berg, des Erzbischofs von Köln und Kaiserlichen Reichsverwesers. Schloß Burg und Köln, höfisches und städtisches Leben – vor Martin tut sich eine Welt auf, die er nur vom Hörensagen kannte. Doch muß er auch erkennen, daß das Leben im Dienste des mächtigsten Mannes nördlich der Alpen eine äußerst gefährliche Seite hat. Denn Engelbert von Berg schlägt unbändiger Haß entgegen. Da sind die Fürsten, denen er die Macht und Pfründe beschnitten hat. Da ist die Verwandtschaft, deren Erbansprüche er mißachtet. Da sind die Bürger Kölns, denen er nicht nur untersagte, einen Rat zu bilden, sondern jetzt auch noch verbietet, Bier zu brauen.

Und da ist noch etwas: Eine finstere, unheimliche, aus dem Verborgenen operierende Kraft. Sie ist der Drahtzieher einer großangelegten Verschwörung zur Ermordung Engelberts, des Letzten von Berg. Martin ist der Erste, der den teuflischen Plan entdeckt, doch fatalerweise werden seine Warnungen nicht ernst genommen...
 

Noske, Edgar: Der Bastard von Berg  Ein Krimi aus dem Mittelalter Paperback  ISBN 3-89705-123-0  340 S., DM 19,80
 

Lohengrins Grabgesang

Frühsommer 1350: Auf dem Turnierfeld zu Kleve wird der verstümmelte Leichnam der Wirtstochter Anna Zwerts aufgefunden. Die schaurigen Umstände ihres Ablebens schüren Gerüchte und Spekulationen, so auch, bei der Tat handele es sich um einen Ritualmord der Juden. Da der Täter sich nicht ermitteln läßt, beschließt der Magistrat, alle männlichen Einwohner auf Beschneidung untersuchen zu lassen. Ein für Marco di Montemagno fataler Beschluß. Zählte er als ehemaliger Freund Annas ohnehin zum Kreis der Verdächtigen, muß er nun fürchten, daß ihm seine Zirkumzision aufgrund einer Fimose zum Verhängnis wird. In einem dramatischen Wettlauf mit die Zeit versucht er, den wahren Mörder zu finden, einzig unterstützt von Elsa, Annas Schwester. Doch seine Bemühungen sind vergebens. Als alles verloren scheint, fleht Elsa zum Allmächtigen, er möge den Lohengrin zur Hilfe schicken. Und tatsächlich, noch am selben Tag erscheint ein fremder Ritter in Kleve. Der Preis, den er für seinen Beistand fordert, ist allerdings hoch.
 

Noske, Edgar: Lohengrins Grabgesang  Ein Krimi aus dem Mittelalter Broschur  ISBN 3-89705-186-9  300 S., DM 21,50
 

zurück