"Jetzt ist schon wieder was passiert. Aber ein Tag, der so anfängt, kann ja nur noch schlechter werden. Das soll jetzt nicht irgendwie abergläubisch klingen. Ich gehöre bestimmt nicht zu den Leuten, die sich fürchten, wenn ihnen eine schwarze Katze über den Weg läuft. Oder ein Rettungsauto fährt vorbei, und du mußt dich sofort bekreuzigen, damit du nicht der nächste bist, den der Computertomograph in hunderttausend Scheiben schneidet.
Und Freitag der Dreizehnte sage ich auch nicht.
Weil es ist Montag der 23. gewesen, wie der Ettore Sulzenbacher mitten
in der Pötzleinsdorfer Straße gelegen ist und zum Steinerweichen
geheult hat.."
Makaber ist sie, diese Geschichte über zwei
konkurrierende Rettungsorganisationen in Wien. Aber dabei durchaus nicht
unrealistisch.
Wolf Haas schaut seinen Landsleuten aufs Maul und
schreibt es auf, voll schwarzem Humor, voll hintergündigem Zynismus,
voll Wiener Schmäh eben. Und weil es eine ganze Reihe gibt um den
Ex-Polizisten Brenner wird das auch nur das erste davon in meinem Krimi-Regal
sein.
Wolf Hass: Komm, süßer Tod. rororo
22814, 223 Seiten, OA 1998. ISBN.: 3- 499-22814-9, DM 14,90