Was soll ich viele Worte verlieren - das Geld für dieses Buch war leider 'rausgeschmissenes Geld. Es ist nicht so, dass der Autor einfach nicht schreiben könnte, ich habe ein paar andere Sachen von ihm gelesen, er ist u.a. Autor für "Rondo", das Musikmagazin (dort gibt es auch ein Autorenportrait), aber von Krimis sollte er besser die Griffel lassen. Seinen musikwissenschaftlichen Beiträge zum "Harenberg Opernführer" und zu "Harenberg(s) Kammermusikführer" mögen seine literarischen Fähigkeiten zugute kommen, aber sein Krimi macht auf mich den Eindruck, als sei er von Kindern mit einem Microsoft-Programm zur Herstellung von Krimis gemacht worden. Die Story ist dünn, der Schreibstil lahm, nicht einmal so etwas wie W'taler Lokalkolorit will sich einstellen. Nee, das ist nicht einmal etwas als Lückenfüller vor dem Einschlafen.
Oliver Buslau: Die Tote vom Johannisberg. Emons, 1.A. 2000, ISBN:3-89705-169-9, 195 Seiten.